Stephan Schmidt

Ich bin Pianist und diplomierter Klavierpädagoge, der als Sechsjähriger mit dem Klavierspiel begann. Im Laufe der Zeit nahm ich an verschiedenen Wettbewerben und Meisterkursen teil, die mich sowohl pianistisch, als auch musikalisch bereichert haben. Mein pianistischer Schwerpunkt liegt auf der klassischen Musik. Ich bin davon überzeugt, dass die Vermittlung klassischer Musik in all seinen Facetten dazu befähigt, auch andere Bereiche wie Jazz, Rock oder Pop auf hohem Niveau auszuüben.

Die klassische Klaviermusik führt den Pianisten auf einen musikalischen Weg, auf dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt, selbst wenn man diesen Weg bereits unzählige Male gegangen ist. Je intensiver man sich mit der Musik auseinandersetzt, desto mehr kann man entdecken. Je besser man den Weg kennt, desto mehr Details nimmt man war und erkennt, wie diese vielen vereinzelten Details das Gesamtbild prägen.

Jedes Detail fügt sich fließend in das Gesamtbild ein und die Aufgabe für mich als Musiker besteht darin, diese Details herauszuarbeiten, um sie im nächsten Schritt wieder miteinander zu verbinden und zwar so, dass man oft erst ganz genau hinhören muss, um diese Details wahrnehmen zu können.

Mit jedem musikalischen Stück befindet man sich auf einem anderen Weg und mit viel Arbeit ist es sogar möglich Dinge zu kreieren, die noch nie jemand zuvor auf diesem Weg gesehen hat.

Mein Unterricht

Als Klavierlehrer besteht meine Aufgabe darin, das Klavierspielen beizubringen. Wie schnell  sich der Schüler dabei entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Das regelmäßige Üben ist der offensichtlichste Faktor. Je mehr man übt, desto besser wird man. Als Lehrer möchte ich den Schüler voranbringen, unabhängig davon, wie viel er übt. Es könnte zum Beispiel sein, dass der Schüler gar nicht die Möglichkeit hat, regelmäßig zu üben, aber trotzdem klavierspielen und etwas Neues lernen möchte. Mein Anliegen ist es, das Klavierspiel in seiner Gesamtheit zu erfassen und dem Schüler zu vermitteln. In meinen Klavierunterricht lasse ich daher verschiede Aspekte mit einfließen. Dazu gehören u.a.

  • Hintergrundinformationen über musikalische Epochen, die Komposition und den Komponisten
  • musiktheoretische Kenntnisse, wie Harmonie- und Formenlehre
  • Schulung des Gehörs im Bereich der Gehörbildung
  • Solmisation

Je weiter der Schüler voranschreitet, desto intensiver lässt sich an manchen Stücken arbeiten. Schließlich geht es nicht nur darum, verschiedene Tasten in der richtigen Reihenfolge zu betätigen, sondern auch um das Musik-Machen, etwas musikalisch auszudrücken. Die Arbeit an musikalischen Feinheiten und Details, die Ausarbeitung eines schönen, ausgewogenen Klanges und das Einbauen von besonderen, musikalischen Raffinessen sind das, was die Musik zum Leben erweckt und zu etwas Besonderem macht.

Sobald der Schüler bereit ist und Interesse daran zeigt, möchte ich ihm die Teilnahme an Auftritten und Wettbewerben ermöglichen, die ihn motivieren und stolz machen sollen. Es ist wichtig, Ziele vor Augen zu haben und stets zu wissen, für was man sich bemüht.

Mit Neueinsteigern verwende ich üblicherweise ein Klavierbuch, das den Unterricht während der Anfangszeit begleitet. Im späteren Verlauf werden die Stücke nach Interesse und Fähigkeiten ausgesucht. Ich freue mich immer, wenn Schüler eigene Wünsche äußern, da es immer schön ist, Stücke zu spielen, die man mag.

Allerdings sollte man eines nicht vergessen. Klavierspielen ist schwer. Es ist zeitaufwendiger und anstrengender als z.B. sportliche Aktivitäten, die man 1 mal pro Woche betreibt. Sobald es die ersten Schwierigkeiten zu bewältigen gilt oder klar wird, dass sich der Fortschritt nur mit mehr Aufwand einstellt, befallen einen die Zweifel. Das sind die Momente, in denen das Klavierspiel schnell keinen Spaß macht und aufgegeben wird.

Klavierspielen macht Spaß. Leider muss man schon frühzeitig etwas investieren.

Meine Ziele

Grundsätzlich möchte ich genau dem gerecht werden, was sich der Schüler bzw. die Eltern bei der Anmeldung zu meinem Klavierunterricht erhofft haben. In den meisten Fällen ist das der schlicht formulierte Wunsch Klavier zu spielen. Bei mir soll der Schüler auf allen Niveaustufen eine umfangreiche Ausbildung erhalten, die ihn dazu befähigt Stücke selbständig zu erarbeiten und durch Wissen, Geschmack, Technik und Kreativität zu bereichern und aufzuwerten.

Diese Ausbildung lässt sich auf vier wesentliche Bereiche reduzieren, die in meinen Augen untrennbar zusammenwirken und sich gegenseitig beeinflussen:

 

Technik

Eine gute Technik befähigt den Schüler, alle Schwierigkeiten gekonnt zu meistern. Sie ermöglicht es, die eigenen und die Ideen des Komponisten umzusetzen. Die Entwicklung und Verbesserung der eigenen Technik ist ein fortlaufender Prozess, der niemals endet.

Theorie

Hierzu gehört alles, was in den Noten zu sehen ist. Benennung der Töne oder der dynamischen Zeichen. Kenntnisse über harmonische Zusammenhänge, sowie den formalen Aufbau der Stücke unterschiedlicher Epochen.

Musik

Das Ziel eines jeden Instrumentalisten sollte es sein, Musik zu machen. Unterhaltsam, spannend, interesant und abwechslungsreich. Je besser die Technik und je ausgeprägter die Kreativität ist, desto facettenreicher wird die Musik. Musikalisch ist jeder. Allerdings braucht es Wissen, Erfahrung und Neugier, um der Vielfalt an Kompositionen gerecht zu werden.

Kreativität

Sie ist die musikalische Schatzkiste im Kopf, die immer weiter gefüllt und automatisch größer wird. In dieser Kiste werden Ideen und Rafinessen abgespeichert, die durch Erfahrung immer reichhaltiger und bei Bedarf abgerufen und miteinander kombiniert werden können. Hier entsteht die Kunst. Vergleichbar mit einem Maler, der unendlich viele Farbtöne zur Verfügung hat und sich überleget, in welcher Weise er sie benutzt.


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